Angesichts der Herausforderungen unserer modernen Gesellschaft, fehlen Jugendlichen und jungen Erwachsenen verbindliche Werte, an denen sie sich orientieren können. Im Ringen um den eigenen Lebensentwurf suchen sie in der pädagogischen Fachkraft ein Gegenüber, an dessen Werthaltung sie sich reiben können; die ihnen als Modell dienen kann; die ihren Horizont öffnen kann, indem sie Werte vorlebt, die im Elternhaus unter Umständen vermisst werden.
Diese Art der Wertekommunikation verlangt dem Pädagogen/der Pädagogin in der Jugendhilfe eine fundierte Auseinandersetzung mit Werten, gesellschaftlichen Paradigmen und religiösen Geboten ab, die in der erforderlichen Intensität in Ausbildung und Berufsalltag bislang nicht realisiert ist.
Sowohl in der Praxis der Jugendarbeit, als auch in der öffentlichen Diskussion, kristallisiert sich Fortbildungsbedarf zur Wertekommunikation in der Jugendbildung heraus. Denn in der alltäglichen pädagogischen Arbeit bleibt in der Regel nur wenig Raum, sich konzentriert in die Wertethematik einzuarbeiten, und alltagstaugliche Konzepte für die Jugendarbeit vor Ort zu entwickeln.
